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Festveranstaltung Bioenergie-Regionen

Datum:
19.03.09
Ort:
Berlin
Redner:
Bundesministerin Ilse Aigner

Es gilt das gesprochene Wort!

Sie können mich nicht hören, der Raum ist dunkel, die Suppe ist kalt. Das wäre der Fall, wenn hier und heute der Strom ausgefallen wäre.

Sie sehen: Die moderne Gesellschaft braucht Energie so nötig wie Wasser und Nahrung. Auch Energie ist ein "Lebens"-Mittel. Ohne eine stetige und nachhaltige Energieversorgung sind Wachstum und Wohlstand undenkbar. Aber Energie ist nicht gleich Energie. Jeder Energieträger hat Vor- und Nachteile. Die fossilen Energieträger sind endlich.

Sie werden aber so schnell nicht gänzlich zu ersetzen sein. Gleichwohl müssen wir nach Alternativen suchen. Wir müssen also unseren Energiemix zukunftsfähig machen. Dies bedeutet eine der großen politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts! Eine Alternative ist Biomasse.

Sie steht schon jetzt zur Verfügung. Mit dem Einsatz von Biomasse fördern wir den richtigen Energiemix für unser Land. Die Bundesregierung hat 2007 mit dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm entscheidende Weichen gestellt. Mit großem Erfolg: Derzeit stammen in Deutschland schon über zwei Drittel der Erneuerbaren Energien aus Biomasse. Immer mehr Menschen nutzen Bioenergie. Das ist sicherlich zum Teil der gezielten staatlichen Förderung zu verdanken.

Hier nenne ich als Beispiele das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Marktanreizprogramm oder die Biokraftstoffförderung. Aber auch die Forschung bringt die Bioenergie weiter voran. Sie dient dazu, offene Probleme zur Nutzung der Bioenergie zu klären und neue Lösungswege aufzuzeigen. Ich verweise auf die Biokraftstoffe der zweiten Generation, die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung oder den Energiepflanzenanbau. Daher unterstützt mein Ministerium viel versprechende Forschungsvorhaben mit erheblichen Mitteln.

Und auch die Arbeit des Biomasseforschungszentrums in Leipzig wird dazu beitragen, die Biomasseverwendung noch weiter voran zu bringen. Alle diese Maßnahmen dienen letzten Endes einer stärkeren Versorgungsunabhängigkeit, der Wertschöpfung im ländlichen Raum und dem Klimaschutz. Diese Ziele verlieren wir auch in der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht aus den Augen.

Natürlich steht die Bewältigung der Krise ganz oben auf unserer politischen Agenda.Andere Notwendigkeiten dürfen aber daneben nicht verblassen.

Wir dürfen bei der Bioenergie nicht klammheimlich den Rückwärtsgang einzulegen, weil sich der Blick auf andere Aufgaben gerichtet hat. Davon halte ich überhaupt nichts. Im Gegenteil: Wir müssen die Bioenergie weiter ausbauen.

  • Das sind wir nachfolgenden Generationen schuldig.
  • Das gebietet der Nachhaltigkeitsgedanke.
  • Das dient den Menschen in Deutschland.
  • Das stärkt den ländlichen Raum.

Der staatliche Rahmen ist wichtig für die Bioenergie. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Bereitschaft der Menschen vor Ort. Sie müssen die gegebenen Möglichkeiten aktiv nutzen.

Überall in Deutschland sind engagierte Bürger und Kommunalpolitiker bereits die ersten Schritte auf dem Weg zu größerer Energieunabhängigkeit gegangen. Dazu gehören eigene Ideen und Konzepte, die an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind. Das unterstütze ich.

Auf das Engagement der Menschen im ländlichen Raum setzt auch das Konzept unseres Wettbewerbs "Bioenergie-Regionen". Dieses Engagement zeichnet insbesondere Sie aus: die Gewinner des Wettbewerbs "Bioenergie-Regionen".

Aber auch die anderen Teilnehmer haben viele gute Projektskizzen eingereicht. Neben harten Fakten konnte man aus den Vorhaben noch etwas anderes herauslesen: Leidenschaft, Engagement und Herzblut! Dafür danke ich an dieser Stelle ausdrücklich allen Teilnehmern des Wettbewerbs. Bitte folgen Sie weiterhin Ihrem Weg. Setzen Sie Ihre Ideen um! Seien Sie Vorbild! Ich bin sicher, andere werden sich an Ihrem Beispiel orientieren.

Kommen wir nun zum angenehmsten Teil des heutigen Tages: der Siegerehrung. Ich bitte jeweils einen Vertreter der Regionen hier zu mir auf die Bühne! Ich gratuliere Ihnen allen noch einmal ganz herzlich. Aber die Arbeit ist für Sie und uns noch nicht zu Ende: In den nächsten drei Jahren wollen Sie Ihre Ideen, Pläne und Konzepte umsetzten. Dabei werden wir Sie begleiten.

Ich freue mich nun auf die folgenden Vorträge und wünsche Ihnen ganz persönlich viel Schaffenskraft, Erfolg und Unterstützung.

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