Liquiditätshilfeprogramm des Bundes
Die Bundesregierung verlängert ihr Liquiditätshilfeprogramm für die Landwirtschaft ab März 2010.
Mit Hilfe der Liquiditätshilfekredite können Liquiditätsengpässe aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise zinsgünstig überbrückt werden. Gleichzeitig wird die Finanzierung notwendiger Betriebsmittel gesichert.
In 2011 ist beabsichtigt, noch einmal 25 Millionen Euro einzusetzen. Das Liquiditätshilfeprogramm ist Bestandteil des insgesamt 750 Millionen Euro umfassenden Maßnahmepakets der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft. Weitere Bestandteile des Programms sind das Grünlandmilchprogramm mit 500 Millionen Euro und die Aufstockung des Bundeszuschusses an die LUV um 200 Millionen Euro.
Anträge zum neuen Programm nimmt die Landwirtschaftliche Rentenbank von Anfang März an entgegen. Mit den vorgesehenen Haushaltsmitteln kann allein 2010 ein Kreditvolumen von rund 500 Millionen Euro um bis zu 2 Prozentpunkte verbilligt werden. Neben der Zinsverbilligung stehen auch Ausfallbürgschaften zur Besicherung der Liquiditätshilfekredite zur Verfügung.
Konditionen 2010
Die neuen Konditionen wurden im Vergleich zum Liquiditätshilfeprogramm 2009 noch zielgenauer ausgestaltet: Es steht ein breiteres Spektrum an Darlehensvarianten mit Laufzeiten von vier, sechs oder zehn Jahren zur Verfügung. Alle Varianten sind mit einem Tilgungsfreijahr ausgestattet. Die Dauer der Zinsverbilligung und der Bürgschaften umfasst bei Darlehen von vier oder sechs Jahren die gesamte Laufzeit. Bei einem zehnjährigen Darlehen sind Zinsverbilligung und Bürgschaft auf die ersten 5 Jahre und damit die erste Zinsbindungsphase begrenzt. Das Programm ermöglicht zinsverbilligte Darlehen von bis zu 250.000 Euro sowie 50-prozentige Ausfallbürgschaften für Darlehen bis zu 100.000 Euro. Die Darlehens- und Bürgschaftsanträge sind über die Hausbank an die Rentenbank in Frankfurt zu richten.
Die Liquiditätshilfeperiode 2010 schließt an das erfolgreiche Programm des vergangenen Jahres an. Von Anfang Juli bis November 2009 hatte die Landwirtschaftliche Rentenbank im Auftrag des Bundes Liquiditätshilfedarlehen in Höhe von mehr als 677 Millionen Euro genehmigt. Verteilt auf etwa 11 800 Darlehensnehmer ergab das einen durchschnittlichen Darlehensbetrag von 58 000 Euro. Für die Verbilligung dieser Darlehen um ein Prozent hat der Bund 2009 gut 16 Millionen Euro Haushaltsmittel eingesetzt. Profitiert haben davon vor allem Milchviehhalter, aber auch Ackerbauern sowie Schweine-, Rinder- und Geflügelhalter.
Die detaillierten Förderkonditionen für die Antragsperiode in diesem Jahr sowie weitere nützliche Informationen können den nachfolgenden Dokumenten entnommen oder auf der Internetseite der Rentenbank unter www.rentenbank.de eingesehen werden.


Delicious
Mister Wong
digg
twitter
studiVZ, meinVZ, schülerVZ