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Ausstellungsbereich 3

Ernährung, Qualität und Sicherheit

Obst und Gemüse – Vielfalt in guter Qualität

Ein Spaziergang in Halle 23 a ist wie ein Gang über den Wochenmarkt. Gleich am Eingang locken Obst und Gemüse in leuchtenden Farben, mit würzigen Düften und knackiger Frische.

Mitten im Winter fällt besonders die Kräuterinsel ins Auge. Petersilie, Schnittlauch, Bohnenkraut, Kerbel und Liebstöckel sind alte Bekannte, die auch in der modernen Küche ihren Platz haben. Ein Hauch von Urlaub weht mit Basilikum, Oregano, Salbei, Zitronengras und Minze um unsere Nase. Erstaunlich, wie viel verschiedene Minze-Arten zum Würzen zur Verfügung stehen: Pfefferminze, Marokkanische Minze, Erdbeerminze, Schokoladenminze, Bananenminze… Das Auge erfreut sich an der Vielfalt der Formen und Farben. Auf der Zunge entfaltet sich eine Fülle von Geschmacksnuancen. Es gibt Neues zu entdecken und zu probieren!

Glücklich wird man in der Küche mit Obst, Gemüse und Kräutern jedoch nur, wenn die eingekaufte Qualität stimmt. Unsere fünf Sinne – Augen, Ohren, Nase, Zunge und Hände – sind wichtige Qualitätskontrolleure! Die Qualitätskontrolleure der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und ihre Kollegen der Berliner Bezirksämter verraten ihre Tipps und Tricks, wie man eine gute Qualität bei Obst, Gemüse und Kräutern erkennt. Außerdem verraten sie, ob der Kühlschrank der geeignete Ort ist, um diese gute Qualität zu bewahren.

Weitere Informationen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE):

Kontrolle und Zulassung - Aufgaben der BLE (www.ble.de)

Welternährung – Lebensmittelproduktion muss steigen

Circa eine Milliarde Menschen leidet zur Zeit weltweit an Hunger. 75 Prozent der unter- bzw. mangelernährten Menschen leben in ländlichen Gebieten – die meisten sind Kleinbauern und landlose Viehhirten - Frauen sind dabei besonders stark betroffen.

Diese Situation verschärft sich durch die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise, des Klimawandels und des ansteigenden Bevölkerungswachstums. Um in Zukunft alle Menschen ausgewogen und gesund ernähren zu können, müssen 70 Prozent mehr Lebensmittel nachhaltig produziert werden.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) trägt zum Kampf gegen den Hunger bei, indem es sich in internationalem Kontext (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie des Welternährungssausschusses (CFS)) für die Umsetzung des „Rechts auf Nahrung“, z.B. bei den Verhandlungen zu den „Freiwilligen Leitlinien zum Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen“ einsetzt.

Mit seinen bi- und multilateralen Projekten stärkt BMELV die Außenbeziehungen und die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft und leistet wichtigen Beitrag zur Sicherung der Ernährung und Umsetzung des Rechts auf Nahrung weltweit sowie Erhaltung von Wäldern und genetischen Ressourcen.

Weitere Informationen des BMELV:

www.bmelv.de/welternaehrung

Deutsches Brot – weltmeisterlich in Sachen Vielfalt

Mit seiner einzigartigen Brotkultur ist Deutschland weltweit unerreicht. Den Beweis dafür liefert das Deutsche Brotregister der Innungsbäcker. Brote aus Hafer, Dinkel oder Mischbrote, etc. in vielen Formen und Arten – die Kreativität der Deutschen Bäcker kennt offensichtlich keine Grenzen. Lange vermutete man, dass es in Deutschland 300 Brotsorten gibt, heute weiß man, dass es wesentlich mehr sind. Das Backstudio der Sonderschau des BMELV informiert darüber.

www.brotregister.de

Weltkulturerbe Deutsche Brotvielfalt

Verschiedene Brotsorten; Quelle: Sabine Teichert - Fotolia.com

Argentinischer Tango, die französische Esskultur oder die tibetanische Oper in China – Sie alle sind bereits von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Schon bald könnte auch die Deutsche Brotkultur auf dieser Liste stehen. Sobald Deutschland das UNESCO-Abkommen unterzeichnet, ist der Weg frei. Zur Sonderschau des BMELV auf der IGW 2012 präsentiert das Deutsche Bäckerhandwerk im Backstudio den Werdegang.

Im Backstudio gibt es viel zu sehen und zu lernen. Neben Brotsorten aus weniger bekannten Getreidesorten, wie Einkorn und Emmer wird es eine breite Palette von Brot und Brötchensorten mit hohem ernährungsphysiologischem Wert geben. Frisch vor Ort gebacken und zum verkosten. Ernährungsberater geben Informationen zur gesunden Ernährung mit Produkten aus dem Bäckerhandwerk. Sehen wie es geht, kosten wie es schmeckt und erfahren worauf man achten sollte: Das bietet das Backstudio des Deutschen Bäckerhandwerks.

Lebensmittel richtig lagern

Im Haushalt vorhandene Lagermöglichkeiten sollten optimal genutzt werden. Die Qualität der Lebensmittel bleibt länger erhalten, wenn die unterschiedlichen Bedürfnisse an Temperatur, Licht und Feuchtigkeit beachtet werden. Vor allem frische Ware, wie Obst und Gemüse sind temperatur- und lichtempfindlich. Deshalb sollten Lebensmittel auch im Kühlschrank am richtigen Platz eingeordnet werden.

Verpackte frische Produkte, wie geschnittene Mischsalate, Sprossen und geschnittenes Obst gehören zu den empfindlichen und leicht verderblichen Lebensmitteln. Eine Aufbewahrung dieser Produkte im Kühlschrank ist einige Tage möglich, jedoch sollen sie möglichst frisch verzehrt werden. Durch ununterbrochene Kühlung bei Temperaturen zwischen zwei und vier Grad und strenge Einhaltung der Hygiene-Prinzipien wird die mikrobiologische Qualität und zufriedenstellender Nährstoffgehalt innerhalb der vorgeschriebenen Haltbarkeit gewährleistet. Schon eine Erhöhung der Lagerungstemperatur von vier auf sieben Grad kann zur Verschlechterung der Gesamtkeimzahl um mehr als eine Zehnerpotenz am Ende der Haltbarkeit führen.

Moderne Kühlschränke haben häufig vier bis fünf verschiedene Lager-Zonen, dazu noch ein Gemüsefach und manche andere Spezialeinrichtung – was lagere ich wo? Was zunächst verwirrend wirkt, ist eigentlich gar nicht so kompliziert: entscheidend sind die Ansprüche der Lebensmittel an Feuchtigkeit und Temperatur. Das Max Rubner-Institut demonstriert am konkreten Beispiel wie’s geht.

Weitere Informationen des Max Rubner-Instituts (MRI):

www.mri.bund.de

Fleischreifung im Fokus

Reifungsprozesse spielen bei Lebensmitteln im Allgemeinen und bei Fleisch und Fleischerzeugnissen im Besonderen eine herausragende Rolle. Unter Reifung versteht man im Zusammenhang mit Lebensmitteln im Wesentlichen biochemische Vorgänge, die das entsprechende Lebensmittel-Produkt genießbar machen, seine Geruchs- und Geschmacksqualität verfeinern oder zu dessen Konservierung, das bedeutet zur Erhöhung der hygienischen Stabilität und damit zum Verbrauchschutz beitragen.

Auf der IGW präsentieren die Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts (MRI) Fleisch von Jungbullen, jungen Kühen und Schafen in unterschiedlicher Qualität, dessen Reifung mit verschiedenen Methoden stattgefunden hat. Die verschiedenen Reifungsbedingungen verändern das Fleisch: Warmfleisch-Reifung und Kaltfleisch-Reifung, Reifung mit Starterkulturen im Vakuumbeutel, Dry-aged Beef mit und ohne Edelschimmel … am MRI-Stand werden Sie selbst zum Experten.

Qualität, Sicherheit, Geschmack bei Fleisch: es kommt auf die richtige Produktauswahl und -behandlung an. Wer’s nicht glaubt, kommt zur Show-Küche in der Halle: hier wird zweimal am Tag gegrillt und natürlich anschließend verkostet!

Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch des MRI

Grünkern, Grütze, Dunst und Co. - Vielfalt der Getreide-Erzeugnisse

Getreide und die daraus hergestellten Getreidenährmittel oder Speisegetreide-Erzeugnisse sind seit Jahrhunderten Grundlage unserer Ernährung. Zur IGW 2012 informiert das Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide des Max Rubner-Instituts (MRI) über die moderne Vielfalt dieser Getreide-Erzeugnisse und deren Produkt-Anforderungen.

Zur Veranschaulichung gibt es Muster-Beispiele von Getreide-Erzeugnissen aus Roggen, Weichweizen, Hartweizen, Dinkelweizen, Mais, Hafer, Gerste, Emmer oder Einkorn, Mahlerzeugnisse aus Getreide wie Mehle, Backschrot, Vollkornmehl, Vollkornschrot, Grieße, Dunst – die teilweise auch probiert werden können. Weitere Muster sind Speisekleie, Speisekeime, verschiedenste Getreideflocken, Graupen, Grütze, Grünkern, Speisereis, Speisehirse, Speisegerste, Speisehafer, Maisgrieß und Popcorn…

Wichtige Mindestanforderungen beziehen sich auf Aussehen, Geruch, Geschmack, Zusammensetzung, hygienischen Zustand, Weiterverarbeitungs- und Zubereitungseigenschaften, auch auf Haltbarkeit und Kennzeichnung. An welchen Merkmalen kann man geeignete und ungeeignete Qualität unterscheiden?

Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide des MRI

Kaltgepresste Pflanzenöle - Wie erkennt man Qualität beim Öl?

Kaltgepresste Pflanzenöle aus Ölsaaten erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit als Speiseöle. Im Gegensatz zu den raffinierten Speiseölen – diese sind übrigens nicht als raffiniert gekennzeichnet - zeichnen sich native Speiseöle durch einen intensiven, arttypischen Geruch und Geschmack aus.

Bei den nativen, kaltgepressten Ölen handelt es sich um ein naturbelassenes Produkt, das in seiner Zusammensetzung und seiner Qualität den verwendeten Rohstoffen entspricht und daher natürlichen Schwankungen unterworfen ist. Raffinierte Speiseöle garantieren durch den umfassenderen Verarbeitungsprozess eine stets gleichbleibende Qualität. Bei der Herstellung nativer, kaltgepresster Öle besteht keine Möglichkeit mehr, Geschmacksfehler, die durch Fehler bei der Lagerung oder Verarbeitung in das Öl kommen, zu korrigieren.

Dezentrale Anlagen haben außerdem geringere Transportwege und -kosten, wodurch das Wirtschaften in regionalen Stoffkreisläufen begünstigt wird. Durch Verarbeiten von Erntegut aus der Region und Vermarktung des Öles vor Ort ist eine starke Identifizierung der Verbraucher mit dem Produkt möglich und die Akzeptanz des Verbrauchers für solche Produkte wird verbessert.

Auf der Grünen Woche werden die Lipidforscher des Max Rubner-Instituts die Gewinnung von nativen Speiseölen aus Raps- und Leinsaat demonstrieren. Darüber hinaus wird am Stand zu Fragen zu allen gängigen pflanzlichen Speisefetten und -ölen informiert, hierzu gehören deren Gewinnung, Zusammensetzung und ernährungsphysiologischen Eigenschaften. Natürlich beinhaltet dies auch umfangreiche Informationen zu nativen Olivenölen.

Bereich Lipidforschung innerhalb des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide des MRI

Kartoffeln optimal

Das deutsche Sortiment an Speisekartoffelsorten umfasst ein breites Spektrum unterschiedlichster Qualitäten in den einzelnen Reifegruppen. Damit kann der Verbraucher ganzjährig die Vielfalt genießen. Doch leider wird aufgrund mangelnden Sachwissens die Kartoffeln oft falsch gelagert oder zubereitet, was wiederum den Weg zu Ersatzprodukten ebnet. Diesem Trend möchte das Max Rubner-Institut (MRI) auf der IGW 2012 etwas entgegensetzen.

Beispielhaft werden hochwertige Speisekartoffeln in zubereiteter Form präsentiert und zur Verkostung angeboten. Negative Veränderungen der Kartoffelqualität werden demonstriert und mögliche Gegenmaßnahmen genannt.

Besucher können die Zubereitung der Speisekartoffeln verfolgen, die verzehrsfertigen Kartoffeln selbst pellen und verkosten, sich unter Anleitung an sensorischer Beurteilung interaktiv beteiligen, Meinungen äußern und diese mit denen des fachkundigen Standpersonals vergleichen.

Institut für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse des MRI

Milch: ein beliebtes Lebensmittel - nicht nur für den Menschen …

Milch Während der Verarbeitung von Konsummilch finden zahlreiche, vorgeschriebene Qualitätskontrollen statt, Quelle: © cornelius - Fotolia.com

Der Milch wird in der IGW 2012 viel Platz eingeräumt. Angefangen beim Futter für die Kuh, über den Weg der Milch vom Stall bis in die Küche, wird dargestellt, was Milch und Milchprodukte ausmacht. Kompetent informieren verschiedene Partner am Stand über erwünschte und unerwünschte Stoffe in der Milch, über gesetzlich vorgeschriebene Qualitätssysteme, Rückverfolgbarkeit und vieles mehr.

... „böse“ Bakterien auf dem Weg der Milch

Auf dem Milchstand des Max Rubner-Instituts (MRI) können Sie viel über die Sicherheit von Milch- und Milchprodukten erfahren. Unerwünschte Mikroorganismen in der Milch können die Produktqualität beeinträchtigen oder uns Verbraucher sogar krankmachen. Damit das nicht geschieht, gibt es viele einzelne Maßnahmen, die bei der Milchbearbeitung beachtet werden müssen. Diese beginnen bereits im Kuhstall und enden beim Verbraucher. Am Stand es MRI können Sie sich über die verschiedenen Hygienemaßnahmen speziell bei der Milcherzeugung und Milchbearbeitung informieren.

... „gute“ Bakterien als erwünschte kleine Helfer

Mikroorganismen sind auch „kleine Helfer“ bei der Herstellung fermentierter Milchprodukte. Es gibt geschätzte drei- bis viertausend Käsesorten und viele verschiedene fermentierte Milchprodukte. Die Vielfalt der Mikroorganismen garantiert dabei die Vielfalt der Produkte. Neben Schimmelpilzen und Hefen sind es vor allem die Bakterien, die durch ihre unterschiedlichen Stoffwechselleistungen, z.B. beim Abbau von Milchzucker, -protein und –fett, im Zusammenspiel mit spezifischen Verfahrenstechniken die unterschiedlichen Produkteigenschaften bewirken. Und Mikroorganismen können noch mehr. Als winzig kleine „Zell-Fabriken“ ermöglichen sie die effiziente Produktion von Zusatzstoffen und Zutaten, die in vielen verschiedenen Lebensmitteln zum Einsatz kommen.

... im Milchkino den „guten“ und „bösen“ Bakterien auf der Spur

Im Kino können die Besucher noch mehr erfahren und sehen! Wie verändern die „guten“ Bakterien den Geschmack des Käses? Auch die „bösen“ Bakterien, die die Milch verderben lassen und den Jogurt zum Schimmeln bringen, werden Ihnen vorgestellt. Warum wird Milch, wenn man sie stehen lässt, nicht mehr sauer, wie das viele ältere Menschen aus der Kindheit kennen? Die Fragen, die Filme und Präsentationen nicht beantworten, können Sie den Experten des Bundesforschungsinstituts gleich neben dem Kino stellen.

Zum Schluss gibt’s auf Wunsch noch einen Milchdrink, verkosten Sie Buttermilch, Kefir und Trinkjogurt, und schon kann’s gestärkt weiter gehen auf dem Weg durch die Halle.

Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch des MRI

Sehen, riechen, hören – Testen Sie Ihre Sinne

Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur unserer Speisen bestimmen ganz wesentlich, ob diese mit Genuss gegessen werden. Das Vergnügen am Essen siegt bei der Wahl unserer Mahlzeiten häufig vor dem Wissen über Nährwerte oder über den gesundheitlichen Wert der einzelnen Lebensmittel.

Bei der Produktentwicklung in der Industrie, aber auch bei der Qualitätsbeurteilung z.B. nach der Lagerung von Obst und Gemüse spielt die Sensorik eine entscheidende Rolle. Für die sensorische Beurteilung wird ein „Panel“ geschulter Testpersonen eingesetzt. Der Mensch ist und bleibt hier das wichtigste „Messinstrument“.

Mit Hilfe der chemischen Analytik lässt sich die Zusammensetzung von Lebensmitteln genau bestimmen – eine Aussage über den Geschmack ist allerdings nur beschränkt möglich. Das Max Rubner-Institut (MRI) führt regelmäßig Sensorik-Tests in Anlehnung an DIN 10961 durch.

Können Sie feinste Farbschattierungen unterscheiden? Gehören Sie zu den Menschen, die den Geschmack „bitter“ nicht schmecken? Und wie viele Fehler machen Sie, wenn es heißt, verschiedene Gerüche zu erkennen? Am Sensorik-Stand können Sie alle fünf Sinne testen.

Weitere Informationen des Max Rubner-Instituts (MRI):

www.mri.bund.de

Ungeliebte Krabbeltiere in Küche und Keller

Fast jeder hatte schon einmal mit ihnen zu kämpfen, die Rede ist von Vorratsschädlingen wie Dörrobstmotten, Mehlmotten, Brot- oder Kornkäfern. Oft kauft man die Schädlinge mit den Lebensmitteln ein oder sie fliegen bei warmer Witterung zu. Alle vorratsschädlichen Insektenmütter haben ein Ziel: Sie wollen ihren Nachkommen einen gut Start ins Leben verschaffen. Deshalb schlüpfen sie durch geöffnete Verpackungen oder legen ihre Eier an undichten Verklebungen, Siegelnähten und Perforierungen ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven folgen dem Geruch nach in die Getreideprodukte, Früchtetees oder Gewürze. Wir zeigen, was man vorbeugend tun kann, indem man Vorräte richtig lagert.

Wir klären über Bekämpfungsmaßnahmen auf und geben Tipps, woran Sie eine insektendichte Verpackung erkennen. Außerdem ist es sinnvoll, die Lebensweise der Tiere zu kennen. Unter dem Mikroskop kann eine Auswahl lebender Vorratsschädlinge in verschiedenen Stadien beobachtet werden.

Weitere Informationen des Julius Kühn-Instituts (JKI):

Arbeitsgruppe biologische und physikalische Verfahren im Vorratsschutz (jki.bund.de)

Deine Konsumlandschaft

Teste Dein Einkaufsverhalten in einer interaktiven Ausstellung

Global oder regional? Günstiges Massenprodukt oder Qualität? Wer verdient eigentlich an dem was ich esse oder trinke und was hat das mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen in meiner Region zu tun? Unsere Kaufentscheidungen prägen maßgeblich unsere Umwelt. Die Ausstellung Deine Konsumlandschaft klärt auf, bringt den Besuchern das Thema „Regionalität“ näher und hilft dabei, ein bewusstes Einkaufsverhalten zu entwickeln.

Vor allem Jugendliche - die Konsumenten von morgen - sollen ihr eigenes Konsum- und Einkaufsverhalten hinterfragen und die Auswirkungen ihres Handelns auf Kulturlandschaft, Klima, Lebensqualität und ihre Region durch die Ausstellung kennenlernen.

Regio- oder Starshake, 1a- oder Genussbrot, Hof- oder Apfeltraumsaft: Bei einem Einkaufsbummel durch Deine KonsumLandschaft gilt es, sich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen und sich für ein Produkt zu entscheiden. „Egal-regional“ oder „genial-regional“? An der Kasse erhalten die Teilnehmer eine detaillierte „Quittung“ für ihre Einkaufsentscheidungen und erfahren wichtige Tipps um ihr Kaufverhalten nachhaltiger zu gestalten.

Zusätzlich bieten kreative, witzige aber auch nachdenkliche Filmclips weitere Einblicke in das zukunftsträchtige Thema „Regionalität“ und runden die Ausstellung ab.

Internetadressen:

www.regionalbewegung.de
www.bund-niedersachsen.de

Staatsziel: Tierschutz!

Der Tierschutz und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Tierschutz entwickeln sich kontinuierlich weiter. Dies spiegelt sich auch in der nationalen und europäischen Rechtsetzung wider. Am Infopoint im Rahmen der Sonderschau des BMELV "Verbraucher und Landwirtschaft - Gemeinsame Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt" werden einige Meilensteine dieser Entwicklung in den vergangenen knapp 200 Jahren dargestellt.

Kaninchen auf einer Laufleiter Quelle: Christian Steininger - Fotolia.com

Heute ist der Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung verankert. Für die Haltung, den Transport und die Tötung von Tieren gelten rechtlich verbindliche Mindestanforderungen. Diese werden - wo erforderlich - überarbeitet oder ergänzt. Auch zur Zeit steht eine Änderung des Tierschutzgesetzes sowie eine Anpassung der Regelungen zum Schlachten oder Töten von Tieren und der Erlass spezifischer Anforderungen an die Haltung von Mastkaninchen an.

Weitere Informationen des BMELV:

www.bmelv.de/tierschutz

LandLust oder LandFrust?

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) fragt nach: „Wie sieht’s aus in den unterschiedlichen Dörfern, Gemeinden und Regionen Deutschlands bezüglich der Lebensqualität für Jugendliche und junge Erwachsene? Was brauchen Jugendliche in ländlichen Regionen? Warum ziehen Jugendliche in die Stadt oder warum aufs Land?“ Die KLJB ist interessiert an Ihrer/Deiner Geschichte hierzu.

Sie sucht Initiativen, Projekte, Kooperationen, Gemeinden oder Regionen, die die Lebensbedingungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltig verbessern. Ziel ist es herauszufinden, was die Bleibe-, Rückkehr- und Lebensperspektive von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausmacht und wie es gelingt, diese zu stärken.

Am Stand ist ein KLJB-Filmteam, das Ihre/Eure Statements bezüglich der Lebensbedingungen auf dem Land aufnimmt. Unser auffälliger „(Alp)TraumLand-Turm“ bringt spielerisch Bleibe-, Rückkehr- und Lebensperspektive ins Wanken und zeigt auf, wie sie zu stärken sind.

Die KLJB freut sich auf Sie/Dich und Ihre/Deine Geschichten und Meinungen zur Lebensqualität in Ländlichen Räumen.

Katholische Landjugendbewegung (KLJB) :

www.kljb.org

Erholung-Tourismus/ Einkommensalternativen

„Deutschland ist ein beliebtes Reiseziel unserer Bevölkerung. Es gilt auch als internationaler Tourismusstandort aufgrund seiner Vielfalt an attraktiven und reizvollen Landschaften.

Zahlreiche Urlaubs- und Erlebnisbauernhöfe bieten vielfältige Möglichkeiten, um den Urlaub abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Reiterferien, Heuhotels und der Erlebnischarakter der Bauernhöfe sind gerade für Kinder immer wieder von besonderem Reiz.

Neben den Familien mit Kindern entdecken in zunehmendem Maße auch Naturliebhaber, Ausruhurlauber und Senioren die Vorteile der Ferienbauernhöfe. Hier finden die Urlauber das, was sie sich wünschen: eine freundliche und familiäre Atmosphäre, Abstand und Erholung vom Alltag, neue Kraft sammeln, die Natur genießen, den Hobbys nachgehen und es gibt immer die Chance, etwas Neues zu entdecken.

„Urlaub auf dem Bauernhof - Urlaub auf dem Lande“ bietet sich aber nicht nur für den Jahresurlaub, sondern auch für ein erholsames Wochenende in der Natur an. Ein Wochenende auf dem Lande ist eine gute Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen und sich etwas mehr Bewegung in frischer Luft zu verschaffen.

Viele Bauernhöfe haben vielfältige Aktivitäten für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung entwickelt, so beispielsweise „Abenteuerurlaub für jung gebliebene Erwachsene“, Nordic Walking, Kutschfahrten oder auch „Radeln von Hof zu Hof mit GPS“. Dabei kommt auch die kulinarische Seite nicht zu kurz. Neben traditioneller bäuerlicher Gastronomie ist gerade saisonal z.B. zur Spargel- und Erdbeerzeit oder zur Weinlese ein Wochenende auf dem Land in einem anerkannten „Urlaubs-Winzerhof“ ein attraktives Angebot.

„Urlaub auf dem Bauernhof“ ist nicht nur eine gute Wahl für einen erlebnisreichen Urlaub. Er bedeutet auch für die landwirtschaftlichen Betriebe eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle. Davon profitieren sowohl die regionale Wirtschaft als auch die Einwohner und Urlauber gleichermaßen."

Interessierte finden Kontaktadressen unter anderem unter www.landsichten.de.

Fischerei – verantwortungsvolles Handeln für die Zukunft

Viele europäische Fischbestände stehen unter Druck. Fischereiforschung, Fischereikontrolle und Fischereipolitik sind gemeinsam in der Pflicht, Grundlagen für eine nachhaltige Bewirtschaftung zu entwickeln und umzusetzen.

Wie wird auf See überprüft, ob die Fischer vorschriftsmäßig vorgehen, ob sie zum Beispiel Netze mit erlaubter Maschenöffnung verwenden und die Fangmengen im Rahmen der zugewiesenen Quote liegen? Wie lässt sich durch technische Neuentwicklungen die Selektivität der Fänge verbessern? Haben Fische Jahresringe in den Ohren? Fischerei, Schifffahrt, Windparks, Ölförderung, Naturschutz – wie eng wird durch die verschiedenen Nutzungsinteressen der Raum auf See? Zu all diesen Fragen erhalten die Besucherinnen und Besucher Antworten.

An einer Fischtheke mit wichtigen Speisefischen wird über das Nachhaltigkeitssiegel „Marine Stewardship Council“ und die Datenbank „Fischbestände online“ informiert. Die Besucher können mit dem interaktiven „Eco Ocean“-Spiel selbst probieren, Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften.

Auf der Internationalen Grünen Woche 2012 präsentieren das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zusammen mit Partnern erstmals ein umfassendes Ausstellungssegment, in dem es um die nachhaltige Nutzung der lebenden Meeresressourcen geht.

Internetadressen:

Die vom vTI genutzten Forschungsschiffe
Die Aufgaben der BLE im Bereich Fischerei
Das Internetportal „Fischbestände online“

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