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1. Aktionstag "Sicher im Netz": Schüler lernen Internet-ABC

"Schülerinnen und Schüler müssen das Internet-ABC beherrschen wie das Alphabet", sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner heute anlässlich des 1. Aktionstags "Sicher im Netz" an einem Gymnasium im bayerischen Königsbrunn.

Bei dem von Bundesministerin Aigner angestoßenen Aktionstag lernen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe fünf, was sie beachten müssen, um sich im Internet sicher zu bewegen. Auch der vorsichtige Umgang mit Informationen und Bildern in den bei Jugendlichen sehr beliebten sozialen Netzwerken wird thematisiert. "Ich wünsche mir, dass diese Schulaktion über die einzelne Schule hinaus strahlt und Internetkompetenz an allen Schulen vermittelt wird", so Aigner.

In Bayern nimmt die Vermittlung von Medienkompetenz generell einen sehr hohen Stellenwert ein. So ist der richtige und Ziel führende Umgang mit Medien in allen Lehrplänen aller Schularten verankert. Medienerziehung- und didaktik sind verpflichtender Teil der bayerischen Lehrerbildung.

An dem Aktionstag engagiert sich auch die Bayerische Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk. Die Ministerin will die Verbraucherbildung bei Kindern und Jugendlichen verstärkt fördern. Merk wies insbesondere darauf hin, dass Eltern und Kinder auch zu Fragen des Vertragsabschlusses im Internet noch mehr sensibilisiert werden müssten: "Nur ein kurzer Mausklick und schon ist das neue Computer-Spiel oder der coolste Klingelton heruntergeladen. Die Rechnung flattert dann meistens den Eltern ins Haus, die von den Bestellungen ihrer Kinder häufig nichts wissen. Wenn Minderjährige im Internet oder per Handy etwas bestellen, dann sind diese Verträge in der Regel nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten wirksam. Kinder unter 7 Jahren können keine wirksamen Verträge schließen. Und damit besteht auch keine vertragliche Zahlungspflicht."

Der Aktionstag wird auch von der EU-Initiative "Klicksafe" und von "Deutschland sicher im Netz e.V." unterstützt, die ihre speziellen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt haben.

Bereits im Juni hatte Bundesministerin Ilse Aigner den Startschuss zu der Jugendkampagne "Watch your web" gegeben. "Watch your web" will bei Jugendlichen ein stärkeres Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten schaffen. "Wer im Internet jemandem ein Geheimnis anvertraut, kann es gleich ans schwarze Brett der Schule hängen", so Aigner. In vier Filmclips werden die Kernbotschaften der Kampagne vermittelt, unter anderem dass das Internet nichts vergisst und dass sich alles, was im Internet steht, schnell verbreiten kann. Die Filme wurden bislang fast 270 000 mal auf "youtube" angeschaut.

Der Schulaktionstag und die Jugendkampagne sind Teil der "Kompetenzoffensive digitale Welt" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit der Bundesministerin Ilse Aigner die Verbraucher breit und zielgruppengerecht informieren will. Hierzu fördert das Bundesverbraucherministerium auch den Aufbau des Informationsportals "Verbraucher sicher online" durch die Technische Universität Berlin. Das Informationsportal soll Verbrauchern praktische Tipps und technische Maßnahmen vermitteln, um sich im Internet sicher zu bewegen und ihre Daten zu schützen. Zu der Kompetenzoffensive gehört außerdem die Förderung des Projekts "Verbraucherrechte in der digitalen Welt" des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), das die Verbraucher über ihre Rechte in der digitalen Welt informiert und rechtliche Schritte gegen missbräuchliche Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Internetangeboten einleitet.

Jugendkampagne "Watch your web"

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