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Alkoholprävention - Maßnahmen der Bundesregierung

Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher gegen die Folgen übermäßigen und missbräuchlichen Alkoholkonsums sind ein wesentliches Element des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.

In der Alkoholpolitik setzt die Bundesregierung auf eine Kombination verschiedener Maßnahmen: Zum einen wird strukturell mit Gesetzen und Verordnungen wie z.B. der Sondersteuer auf so genannte Alkopops oder dem absoluten Alkoholverbot für Führerscheinneulinge den Gefahren schädlichen Alkoholkonsums begegnet. Zum anderen werden auch relevante gesellschaftliche Gruppen in präventive Maßnahmen einbezogen.

Aufklärung über Alkoholmissbrauch

Im Zentrum der Alkoholprävention der Bundesregierung stehen Aufklärungs- und Informationskampagnen über die gesundheitlichen und sozialen Folgen eines missbräuchlichen oder riskanten Alkoholkonsums. Durch sie sollen die Eigenverantwortlichkeit und das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt werden. In diesem Zusammenhang begrüßt das BMELV ausdrücklich, dass es neben den staatlichen Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch entsprechende freiwillige Initiativen der Verbände der Alkoholwirtschaft zur Alkoholprävention gibt.

Ein ganz besonderes Problem stellt der zunehmende exzessive Alkoholkonsum bei einzelnen Kindern und Jugendlichen dar. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, die bestehenden Präventionsstrategien zu überprüfen und Programme zu entwickeln, die auch die Eltern in ihrer Verantwortung mit einbeziehen. In gleicher Weise sollen die Konzepte und Maßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) weiter entwickelt werden.

Informationsangebote für Kinder und Jugendliche

Zu den wichtigsten staatlichen Informations- und Aufklärungskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zählen unter anderem speziell für Kinder und Jugendliche erstellte Informationsangebote:

Stay Gold-Kampagne in Kooperation mit BMELV

Seit 2009 unterstützt das BMELV die Kampagne "Don’t drink too much – STAY GOLD". Mit provokanten Motiven und Dialektik soll ein Denkprozess bei den Jugendlichen hervorgerufen werden, an dessen Ende die Erkenntnis steht: Mit wenig Alkohol kann man viel Spaß haben. Wer allerdings übermäßig Alkohol konsumiert, riskiert gesundheitliche Schäden und läuft Gefahr, gewalttätig zu werden.

Im Rahmen der Kampagne, die auch von prominenten Sportlerinnen und Sportlern wie Olympiasiegerin Lena Schöneborn und den Fußballern Per Mertesacker und Vedad Ibisevic unterstützt wird, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktionen zusammen mit schülerVZ, Deutschlands größtem sozialen Netzwerk für Schülerinnen und Schüler, durchgeführt. So entwickelten Jugendliche für die Kampagne eigene Motivkonstellationen plus der dazugehörigen Geschichte. Nach Einreichung der Ideen kürten die Schüler per Voting auf schülerVZ selbst den Sieger. Das Gewinnermotiv wurde als STAY-GOLD-Bierdeckel, -Anzeige und -Plakat produziert und bundesweit verteilt. Ferner waren Jugendliche beim Wettbewerb "Ideenrausch" aufgerufen, sich Schlüsselmotive samt einer passenden Story für einen Film-Spot auszudenken. Die Gewinneridee wurde professionell verfilmt.

Auch Gewerbetreibende und Festveranstalter werden mit der Kampagne angesprochen. Die Polizei hat speziell für sie ein Merkblatt herausgegeben, um über aktuelle Regelungen zur Abgabe von Alkohol, entsprechende Sanktionen und negative Konsequenzen zu informieren. Das Merkblatt, einen interaktiven Alkohol-Abgabe-Trainer sowie spezielle Informationen für Eltern finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Weitere Informationen zur Kampagne "Don’t drink too much – STAY GOLD", die Bierdeckelmotive, den Videospot sowie die Prominenten-Statements finden Sie im Internet unter www.staygold.eu sowie unter www.drogenbeauftragte.de.

Internetangebot und Wettbewerb der Kampagne:

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