Informationstage Biologische Vielfalt
Am 21. und 22. April 2010 trafen sich rund 130 interessierte Teilnehmer zu den vom BMELV und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung durchgeführten "Informationstagen Biologische Vielfalt" in Bonn.
Präsentation eines Modellvorhabens, Quelle: BLE / v. Leoprechting
Die Gäste waren Projektnehmer und andere Initiativen zum Erhalt biologischer Vielfalt sowie Verbände und Vertreter verschiedener staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen.
Das breite Spektrum der Modell- und Demonstrationsvorhaben der Biologischen Vielfalt in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie eine Evaluierung dieses Förderungsinstrumentes wurden auf dem Treffen vorgestellt.
Agrobiodiversität
Die biologische Vielfalt in der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft, die "Agrobiodiversität", trägt einen immer bedeutsameren Teil zum Erhalt der Biodiversität, zur Bewältigung von Klimawandel und zur Ernährungssicherung bei. Dabei macht die Agrobiodiversität mit ihren Kulturlandschaften, Wäldern und Gewässern einen wesentlichen Teil der gesamten biologischen Vielfalt aus.
Es wurden sechs Themen behandelt:
- "Wald" und dessen verschiedene Nutzungsformen und insbesondere die Sicherung genetischer Ressourcen heimischer Gehölze,
- "Gartenbau" mit dem breiten Spektrum Obst- und Gemüsebau, Kräuter und Zierpflanzen bis hin zu Stauden und Gehölzen,
- "Ackerbau" sowohl zum Anbau von unterschiedlichsten Feldfrüchten als auch den weiten Bereich der Grünlandwirtschaft,
- "landwirtschaftlichen Nutztiere", zu den Arten Rind, Schwein, Pferd, Schaf und Ziege, sowie auch über biologische Vielfalt z.B. bei Geflügel und Kaninchen,
- "aquatischen Arten", sowohl die nutzbaren marinen als auch Süßwasser-Arten, und
- die "jagdbaren Arten", also alle Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen.
Allein dieser Ausschnitt zeigte die breite Palette des Themengebietes des Themengebietes der Biologischen Vielfalt in der Land-, Forst-, Fischerei und Ernährungswirtschaft.
Staatssekretär Dr. Robert Kloos betonte die Bedeutung der Biologischen Vielfalt als Teil der agrarischen Nutzung, Quelle: BLE / v. Leoprechting
Außerdem wurden Erfahrungen zu den Möglichkeiten und Chancen der Modell- und Demonstrationsvorhaben ausgetauscht. Dabei diskutierten Projektakteure und Interessierte über den aktuellen Bedarf zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biologischen Vielfalt. Gesprächsthema waren auch zukünftige Ansätze, dieses Thema sowie alte Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen noch stärker in das öffentliche Blickfeld von Landwirten, Züchtern und Verbrauchern zu rücken. Dabei wurde auch die Bedeutung der Rentabilität des Anbaus und der Haltung solcher Sorten und Rassen sowie die Bedeutung der Vermarktung entsprechender Produkte betont.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Modell- und Demonstrationsvorhaben einen wichtigen Baustein bei den Bemühungen zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung der Biologischen Vielfalt darstellen. Vieles an Vielfalt wurde erst möglich, weil sich kompetente Einrichtungen und Partner fanden, die in mehrjährigen, vom BMELV geförderten Modellvorhaben die Voraussetzungen für modellhafte Umsetzungsmöglichkeiten demonstrierten.

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