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Initiative "Biologische Vielfalt schützen und nutzen"

"Rollendes Klassenzimmer", Schülerwettbewerb und interaktive Karte der Vielfalt.

Am 20. Mai 2010 hat Bundesministerin Ilse Aigner gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Julia Klöckner in Berlin den Startschuss zur Initiative "Biologische Vielfalt schützen und nutzen" gegeben. Die Auftaktveranstaltung fand in Kooperation mit dem Schul-Umwelt-Zentrum Mitte, der Deutschen Gartenbaugesellschaft e.V. und dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. statt.

Rollendes Klassenzimmer, Schülerwettbewerb und die "Karte der Vielfalt"

Bundesministerin Ilse Aigner und die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner mit Schülerinnen und Schülern vor dem Tourbus Bundesministerin Ilse Aigner und die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner haben der Klasse 9 des Lessing-Gymnasiums in Berlin-Wedding ein Klassenbuch überreicht., Quelle: BMELV

Am 20. Mai 2010 ist das Rollende Klassenzimmer auf Reisen gegangen, ein zum Lern- und Erlebnisort umgebauter Reisebus. Am 7. November öffnete das Rollende Klassenzimmer zum letzten Mal seine Türen: Auf dem Martinsmarkt in Andernach endete die Deutschland-Tour der Informationskampagne "Biologische Vielfalt schützen und nutzen".

Mehr als 55 Schulen in Deutschland sowie die Landesgartenschauen, die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit oder die Lüneburger Geschmackstage hat das Rollende Klassenzimmer unter dem Motto "Vielfalt auf Tour" im Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt 2010 besucht. Dabei konnten mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler den Erlebnis-Reisebus besuchen. "Mit der Informationstour haben wir insbesondere jungen Menschen die Bedeutung der biologischen Vielfalt vermittelt. Wir haben ihnen gezeigt, wie sie einen Beitrag zum Schutz der Vielfalt leisten können", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner bei der Abschlusspräsentation. Mit Tierfellen zum Anfassen, Apfelsortentests oder Tierstimmen aus heimischen Wäldern sollten die Kinder und Jugendlichen mehr über den Reichtum in der Natur erfahren. Denn Artenreichtum fängt wenige Schritte vor der Haustür an - auf Wiesen, Feldern und in Wäldern. Über 60 heimische Nutztierrassen bereichern Deutschland. "Wer unsere biologische Vielfalt kennt und nutzt, schützt sie am besten", so Klöckner.

Bis November 2010 waren Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland eingeladen, sich am Wettbewerb "Vielfalt macht Schule" zu beteiligen und ihre Ideen zur Nutzung biologischer Vielfalt vorzustellen. Die Gewinner des bundesweiten Schulwettbewerbs gab die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner am 11. Januar 2011 in Berlin bekannt: Den ersten Platz in den Kategorien Grundschulen und Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) belegen die Montessori-Grundschule Linzgau aus Pfullendorf (Baden-Württemberg), die Volksschule Ottobeuren (Bayern) und die Parkschule Essingen (Baden-Württemberg).

Der Hauptpreis für die drei Schulklassen auf dem ersten Platz ist ein Besuch der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin. Dort überreicht Bundesministerin Ilse Aigner Siegerurkunden an die Schüler. Weitere 20 Klassen erhalten Sachpreise. Die Schulen auf den Plätzen zwei bis fünf erhalten ein Schuljahr lang wöchentlich eine "Grüne Kiste" mit Obst und Gemüse aus der Region oder wahlweise ein Starterset für den Schulgarten. Außerdem gibt es Buchpakete, mit denen auf Wanderungen die Tier- und Pflanzenwelt entdeckt werden kann.

Die Vielfalt der Pflanzensorten und Tierrassen ist weltweit bedroht

Die Vielfalt der Pflanzensorten und Tierrassen bildet die Grundlage für die Ernährung und die Rohstoffversorgung der wachsenden Weltbevölkerung. Sie ist auch Voraussetzung für die Anpassung an ein sich wandelndes Klima.

Mit der Initiative "Biologische Vielfalt schützen und nutzen" möchte das BMELV den Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen, welche Erlebnisvielfalt, welche Fülle an Genüssen und Eindrücken, welche Möglichkeiten in einer aktiven Nutzung biologischer Vielfalt im Alltag stecken. Denn die weltweit bedrohte Vielfalt der Ökosysteme, Arten, Rassen und Sorten durch Nutzung zu schützen und zu erhalten, ist eine Aufgabe, die alle Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen können.

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