Förderung der Breitband-Anbindung in ländlichen Räumen
Insbesondere der schnelle Ausbau der neuen LTE (Long Term Evolution)-Funktechnologie hat dazu beigetragen, dass sich die Versorgung mit Breitbandanschlüssen in ländlichen Räumen deutlich verbessert hat. Zwischen Anfang 2009 und Ende 2011 konnten ca.2,2 Millionen Haushalte zusätzlich mit breitbandigem Internet versorgt werden.
Jetzt geht es darum, auch die letzen "weißen Flecken" zu beseitigen und dem rasant wachsenden Bedarf nach höheren Leistungen Rechnung zu tragen. Allerdings wird der Markt alleine keine flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsnetzen gewährleisten; dies gilt vor allem für die ländlichen Gebiete, in denen der Netzausbau aufgrund hoher Kosten und niedriger Erlöse vielfach nicht wirtschaftlich ist. Hier sind alle Beteiligten (Kommunen, TK-Unternehmen, Finanzierungsinstitute und die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern) aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten.
Bereits seit 2008 fördert das BMELV den Breitbandausbau in ländlichen Gebieten im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes. Ergänzt wird diese, in der Praxis stark nachgefragte Fördermaßnahme, seit Beginn des Jahres 2012 durch ein Förderprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank zur Finanzierung von Breitbandinvestitionen in ländlichen Regionen. Antragsberechtigt sind Gemeinden, Gemeindeverbände, Gebietskörperschaften, Zweckverbände und gewerbliche Unternehmen. Damit stehen jetzt in ganz Deutschland besonders günstige Darlehen für Breitbandinvestitionen in ländlichen Räumen zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie in der Programminformation "Räumliche Strukturmaßnahmen" der Landwirtschaftlichen Rentenbank.
Neben den Förder- und Finanzierungsangeboten dürften für die ländlichen Räume auch Maßnahmen zur Senkung der Ausbaukosten, z. B. durch Nutzung kostengünstiger Kabelverlegetechniken (Micro-Trenching) oder durch Nutzung von Synergieeffekten (z.B. Mitverlegung von Leerrohren bei Baumaßnahmen), von Interesse sein. Der schnelle flächendeckende Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen wird nur in Partnerschaft von Bund, Ländern Kommunen und Unternehmen zu realisieren sein.


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