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Alles echt bei Bio-Milch? Neues Verfahren unterstützt Echtheitsprüfung

Das Max Rubner-Institut, eine Forschungseinrichtung des BMELV, hat ein Verfahren zum Nachweis der Echtheit von Bio-Milch erarbeitet, das der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Zukunft eine Unterscheidung ökologisch und konventionell erzeugter Milch erleichtern könnte.

Der Absatz von Bio-Trinkmilch ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Verbraucher sind bereit, für das ökologisch erzeugte Produkt mehr Geld auszugeben, als für konventionell erzeugte Milch. Eine Tatsache, die auch die Gefahr der Falschdeklaration erhöht.

Mit dem Ziel, Verbraucher und gewissenhafte Erzeuger vor wirtschaftlichem Schaden zu schützen, wurde am Max Rubner-Institut an Verfahren zum Nachweis der Echtheit von Bio-Milch gearbeitet. Ein solches Nachweisverfahren könnte künftig die amtliche Lebensmittelkontrolle ergänzen.

Die Fütterung bestimmt die charakteristischen Merkmale von Bio-Milch

Die Zusammensetzung von Milch wird erheblich durch das aufgenommene Futter bestimmt: Die Fütterung von Bio-Kühen mit einem hohen Anteil an Weidefutter, Heu und Grassilage und wenig Kraftfutter sorgt für eine charakteristische Fettsäurenzusammensetzung der Milch.

Die ermittelten Kenngrößen erlauben laut MRI derzeit keine 100-prozentige, gerichtsfeste Unterscheidung zwischen Bio-Milch und konventioneller Milch. Das Verfahren könnte jedoch im begründeten Verdachtsfall wertvolle ergänzende Indizien liefern. Die Übertragbarkeit des Verfahrens auf verarbeitete Milchprodukte wird noch untersucht, da hier neben technologischen Einflüssen auch ausländische Rohstoffquellen zu berücksichtigen sind.

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