Klöckner: Positives Signal für Europas Biowinzer
EU-Kommission zieht ihren Vorschlag für eine Verordnung zur Herstellung und Kennzeichnung ökologischer Weine vorerst zurück
"Mit dieser Entscheidung eröffnet die Europäische Kommission die Möglichkeit, in einen neuen, sachlichen Dialog über die Herstellung und Kennzeichnung von Bioweinen einzusteigen", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, heute in Berlin mit Bezug auf den zurückgezogenen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Herstellung und Kennzeichnung von Biowein.
"Die von der Kommission vorgesehenen Kriterien waren innerhalb der EU nicht mehrheitsfähig. Selbst Europas Biowinzer hatten sich am Ende deutlich von den Plänen der Kommission distanzier", sagte Klöckner.
Jetzt müsse man nach vorne schauen und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung suchen. Klöckner: "Denn klar ist auch, dass wir verlässliche Rahmenbedingungen für die Herstellung von Bioweinen in der EU brauchen, damit die ökologisch wirtschaftenden Winzerinnen und Winzer weiter mit Zuversicht in die Zukunft blicken können und der ökologische Weinbau in der Gemeinschaft weiter wachsen kann.“
Nach dem Rückzug der Kommission bleibe es nun bis auf Weiteres beim Status quo. Das heißt, die landläufig als "Bioweine" etablierten Weine müssen weiterhin als "Weine aus Trauben aus ökologischem Anbau" etikettiert werden. "Wir bleiben aber an dem Thema dran und gehen davon aus, dass wir gemeinsam mit der Kommission und den Mitgliedstaaten eine einvernehmliche Regelung finden werden", so Klöckner.

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