Friedrich-Loeffler-Institut: Neubau von Labor- und Stallgebäuden
Ein Neubaukomplex mit 89 Laboren und 163 Stalleinheiten verschiedener Biosicherheitsstufen ergänzt den Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems.
Neubau von Labor- und Stallgebäuden des Friedrich-Loeffler-Insituts
Das seit 1910 bestehende Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit im Geschäftsbereich des BMELV. Seine denkmalgeschützten und Identität stiftenden vorhandenen Gebäude in der Institutslandschaft wurden nun ergänzt durch ein neues, breit gelagertes Labor- und Stallgebäude.
Bereits im Rohbau müssen die je nach Sicherheitsstufe unterschiedlichen Grundausstattungen mit Leitungssystemen für Labor-, Lüftungs- und Sicherheitstechnik und die gesamte Ver- und Entsorgung berücksichtigt werden.
Kernstück ist ein Labor- und Stallbereich, der für Untersuchungen bis zur höchsten Biosicherheitsstufe 4 zugelassen ist. Darin können Forschungsarbeiten mit Erregern dieser Sicherheitsklasse am Nutztier durchgeführt werden. Dies ist weltweit bisher nur in zwei vergleichbaren Institutionen in Australien und Kanada möglich.
Klaus Hartwig (Poliere in der Mitte) sprach den Richtspruch, Quelle: FLI
Das lang gestreckte Laborgebäude nimmt ausgehend von der Zellbank sowie den Laboratorien der Sicherheitsstufen L2/S2 und L3**/S2 auch die Laboratorien der Sicherheitsstufen L3/S3 und L4/S4 auf. Diese Gebäudeteile sind wegen der besonderen Anforderungen an die Biosicherheit als Containment konzipiert. Der Sicherheitsbereich L4/S4 mit Labor- und Großtier-Räumen ist als Box-in-Box-System vom Sicherheitsbereich L3/S3 umschlossen.
Wolfgang Tiefensee (Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Prof. Thomas C. Mettenleiter (Präsident des Instituts), Bundesministerin Ilse Aigner, Quelle: FLI
Das Stallgebäude umfasst Groß- und Kleintierräume der Sicherheitsstufen L2/S2, L3**/S2 sowie (ebenfalls als Containment ausgebildet) Groß- und Kleintierräume der Sicherheitsstufen L3/S3, L3+/S3 und die dazugehörigen Laboratorien der Sicherheitsstufe L3+/S3. Das Nutzgeschoss wird von zwei Voll- sowie Teilgeschossen, welche die Zugänglichkeit der Installationen sowie die Trennung von Nutzung und Technik gewährleisten, umschlossen.
Darin sind neben allen Rohrinstallationen, Abwasserbehandlung, Tierkörperbeseitigungsanlagen auch Raumluft-Filtertechnik sowie Zu- und Abluftaufbereitungsanlagen untergebracht.
Am 4. September 2009 fand das Richtfest zum Neubau statt, bis zum hundertjährigen Jubiläum der Gründung des Friedrich-Loeffler-Instituts am 10. Oktober 2010 soll der Neubau bezugsfertig sein.

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