Forschungsförderung
Das BMELV setzt Fördermittel aus speziellen Programmen für Forschungsprojekte ein, um wichtige Themen voranzubringen.
Quelle: © Welling - VTI
Zu diesen Themen gehören:
- Innovationen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
- Ökologischer Landbau und
- Verwendung Nachwachsender Rohstoffe.
Mit seinem Programm zur Innovationsförderung unterstützt das BMELV die Entwicklung von Innovationen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland steht auf nationalen und internationalen Märkten unter ständigem Konkurrenzdruck. Das Innovationsprogramm soll den technischen Fortschritt in diesen Sektoren beschleunigen. Es hat zum Ziel, die wirtschaftliche Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitsbedingungen zu verbessern sowie zur Schonung der natürlicher Ressourcen beizutragen. Gefördert werden besonders geeignete Projekte zur Entwicklung innovativer, international wettbewerbsfähiger Produkte und Verfahren.
Rund acht Millionen Euro stehen aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) an Forschungsmitteln jedes Jahr bereit, um den ökologischen Landbau als eine zukunftsweisende Form der landwirtschaftlichen Nutzung voranzutreiben. Damit der Ökolandbau sich weiter ausdehnen kann, müssen Schwachstellen in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung überwunden werden. Die Forschungsförderung im Rahmen des BÖLN bildet einen wichtigen Schwerpunkt für die Entwicklung neuer Technologien und die Verbreitung der Ergebnisse in die Praxis.
Für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung stehen jährlich rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Forschungsförderung bei Nachwachsenden Rohstoffen zielt in erster Linie auf den Aufbau von Produktlinien von der Erzeugung bis zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe und die Erschließung weiterer Verwendungsmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe im Nichtnahrungsmittelsektor. Die Fördermittel des BMELV fließen in produktions- und verwendungsorientierte, anwendungsbezogene Projekte.
Das BMELV hat die Möglichkeit, Forschungsaufträge, die seine eigenen Forschungseinrichtungen nicht bearbeiten können, an Dritte zu vergeben. Wo die Ressortforschungseinrichtungen den Bedarf an wissenschaftlicher Entscheidungshilfe nicht abdecken, kann das Ministerium andere Einrichtungen mit der notwendigen Forschung, Untersuchung, Entwicklung und Erprobung beauftragen.
Mit dem Management der externen Forschungsprojekte hat das BMELV Projektträger beauftragt. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist Projektträger für
- das Programm zur Innovationsförderung,
- Vorhaben zur Deckung des wissenschaftlichen Entscheidungshilfebedarfs und
- das Bundesprogramm Ökologischer Landbau.
Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe ist Projektträger des BMELV für Forschungs- , Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu Nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung.
Innovationsförderung am Beispiel Fleischwirtschaft
Das BMELV unterstützt ein Vorhaben von zwölf genossenschaftlichen Unternehmen zur Verbesserung des Qualitäts-, Gesundheits- und Risikomanagements in der deutschen Vieh- und Fleischwirtschaft. Es wurde vom Deutschen Raiffeisenverband initiiert. Für drei Jahre stellt das Bundesministerium Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung bereit.
Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vieh- und Fleischwirtschaft, die maßgeblich von Viehverwertungsgenossenschaften und Erzeugergemeinschaften geprägt ist, gestärkt werden. Zusammen mit den Universitäten Bonn und Göttingen werden dazu neue Aufbau- und Ablauforganisationen und innovative IT-Lösungen entwickelt und getestet.
Das Programm zur Innovationsförderung unterstützt Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer und bessere Rahmenbedingungen für Innovationen in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Agrarwirtschaft gestärkt werden.

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