Jagd
Die natürlichen Ressourcen werden immer stärker in Anspruch genommen. Die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit sind in einigen Bereichen erreicht, wenn nicht überschritten. Auf der Suche nach einem Leitbild für den schonenden Umgang mit der Natur, das die Bedürfnisse der menschlichen Gesellschaft gleichermaßen mit einschließt, erfährt ein forstliches Prinzip eine ungeahnte Renaissance: Die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen.
Die Jagd stellt eine Form der Nutzung natürlicher Ressourcen dar wie Land-, Forstwirtschaft oder Fischerei. Die Nutzung von Wildtierbeständen muss sich weltweit – wie alle anderen Wirtschaftsbereiche auch – am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren.
Das Wild ist ein wesentlicher Faktor bei der Waldbewirtschaftung. Durch überhöhte Schalenwildbestände entstehen waldbaulich und wirtschaftlich relevante Schäden. Die Jagd muss mit den waldbaulichen Erfordernissen in Einklang stehen.
Angesichts der Notwendigkeit des Waldumbaues zu stabilen und klimatoleranten Mischwäldern ist umso mehr erforderlich, „den Abschuss des Wildes so zu regeln, dass die berechtigten Ansprüche der Forstwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden voll gewahrt bleiben“. Das ist auch so im Bundesjagdgesetz geregelt.

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