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Grußwort zur Eröffnung der Allergieausstellung der Verbraucherzentralen

Datum:
16.07.10
Ort:
Volkshochschule der Stadt Düsseldorf, Berta von Suttner Platz 1, 40227 Düsseldorf
Redner:
Staatssekretär Dr. Robert Kloos

Es gilt das gesprochene Wort!

Begrüßung,

Einleitung

ich freue mich, heute in Düsseldorf gemeinsam mit Ihnen die Allergieausstellung zu eröffnen.

Es ist eine Wanderausstellung, die dorthin geht, wo viele interessierte Menschen in ihrem Alltag vorbeikommen. Die Volkshochschule hier in Düsseldorf ist als zentral gelegener, öffentlicher Ort sicher gut geeignet. Insgesamt wird es mindestens 25 Ausstellungsorte in verschiedenen Bundesländern geben.

Die Ausstellung wurde in 5-facher Ausfertigung produziert und entfaltet so eine große Verbreitung. So können sich nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 10.000 Verbraucherinnen und Verbraucher die Ausstellung ansehen, wahrscheinlich noch deutlich mehr.

Bedeutung der Allergien in Deutschland

Lassen Sie mich eingangs daran erinnern, welche Bedeutung das Allergiethema besitzt: Allergien haben sich zu einer der großen Volkskrankheiten des 21. Jahrhunderts entwickelt – vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Etwa jedes dritte Baby kommt heute mit einem erhöhten Allergie-Risiko auf die Welt. 18 % der Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr sind an Allergien erkrankt. 650.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Asthma und eine Million an Heuschnupfen.

Die Bedeutung von Allergien wird gegenüber anderen Krankheiten stark unterschätzt, so wird immer wieder von Fachärzten betont.

Fast immer bringen sie massive Beeinträchtigungen für die Lebensqualität und die Gesundheit der Betroffenen und ihrer Familien mit sich. Sie mindern nicht nur die individuelle Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien, sondern auch ihre Leistungsfähigkeit für die Gesellschaft.

Die Vorbeugung vor Allergien ist deshalb von großer Bedeutung. Es ist immer der bessere Weg, Leid zu vermeiden, als dieses im Nachhinein kurieren zu müssen.

Der Aktionsplan gegen Allergien des BMELV

Dies ist der Ansatzpunkt des Nationalen Aktionsplan gegen Allergien, den das BMELV im Jahr 2007 ins Leben gerufen hat.

Was in Deutschland vor allem fehlte, war die verstärkte Kooperation zwischen Wirtschaft, Betroffenenverbänden, Wissenschaft, Ärzteschaft und Politik. Wir haben mit unserem Aktionsplan gegen Allergien diese Lücke geschlossen.

Allergien sind nicht mehr nur eine Aufgabe für den Gesundheitsbereich, sondern eine Frage des weiter gefassten Verbraucher­schutzes. Der gilt beispielsweise für die Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln oder für die Aufklärung über Produktgruppen wie Kosmetika, Schmuck, Kleidung und Spielzeug im Hinblick auf Allergien.

Das Spektrum der Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen können, ist vielfältig. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Handlungsfeldern unseres Aktionsplans und den geförderten Projekten wider. Nähere Informationen dazu finden sie auch hier vor Ort.

Unser Internetportal "www.aktionsplan-allergien.de" bietet bundesweit erstmalig gebündelt aktuelle, unabhängige und wissenschaftlich gesicherte Informationen zum Thema Allergien. Es wird jeden Monat von rund 8000 unterschiedlichen Nutzern aufgerufen.

Das Ziel des Aktionsplans ist: Wir wollen Allergiker und ihre Familien mit ihren Problemen nicht alleine lassen, sondern ihnen mehr Informationen und konkrete Unterstützung in ihrem Lebensalltag bieten.

Die Allergieausstellung

Dazu dient auch die vom BMELV mit rund  186.000,- € geförderte Allergieausstellung, die von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) und dem Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) gemeinsam erarbeitet wurde.

Diese Kooperation hilft den Betroffenen, denn der Bundesverband der Verbraucher­zentralen verfügt über ein Netzwerk mit mehr als acht Millionen Einzelmitgliedern und über hohe Glaubwürdigkeit bei interessierten Bevölkerungsgruppen.

Die Federführung für das Projekt hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ-NRW), die Sprache und Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher aus der täglichen Arbeit kennt. Ich möchte das große Engagement des Projektleiters, Herrn Dr. Buschmann, nicht unerwähnt lassen.

Schlussworte

Zum Konzept der Gesamtausstellung erfahren Sie im Anschluss von Herrn Billen und Herrn Meinel nähere Einzelheiten. Beim Rundgang werden Sie die einzelnen Teile genauer ansehen können: Thementafeln, interaktive Elemente, Stelen in ansprechenden Formen sowie eine Begleitbroschüre.

Von meiner Seite sei nur soviel gesagt: Ich finde in der Ausstellung die wichtigsten Handlungsfelder unseres Aktionsplans wieder, und die Umsetzung gefällt mir gut. Das Thema ist attraktiv und modern aufbereitet worden.

Ich bin sehr gespannt auf die Resonanz, die Sie, Herrn Meinel, in den kommenden Monaten von Verbraucherinnen und Verbrauchern erhalten werden.

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