Exportwirtschaft im Agrar- und Ernährungssektor zieht positive Bilanz
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) hat gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie den Außenwirtschaftstag am 7. Juni 2011 ausgerichtet.
"Es geht nicht mehr nur darum, Lebensmittel zu exportieren, sondern auch darum, Wissen zu vermitteln", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller in seiner Rede beim dritten Außenwirtschaftstag in Berlin, Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)
Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller eröffnete den Außenwirtschaftstag mit den Worten: "Die Anforderungen an die Außenwirtschaftsförderung haben sich verändert. Handel ist keine Einbahnstraße. Es geht nicht mehr nur darum Lebensmittel zu exportieren, sondern auch darum, Wissen zu vermitteln".
Das BMELV fördert internationale Projekte, die zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion in den Partnerländern beitragen. Dabei geht es in erster Linie um die Aus- und Weiterbildung. In Agrar-Ausbildungsfarmen werden umweltschonende Produktionsverfahren und der Einsatz moderner Technologien vermittelt. Während sich diese Projektarbeit in der Vergangenheit vor allem auf Osteuropa konzentrierte, werden die Projekte vom BMELV jetzt auf weitere Regionen ausgeweitet.
Hochkarätige Referentinnen und Referenten informierten über Absatzchancen, Möglichkeiten für den Markteinstieg und für Kooperationen sowie Konsumpräferenzen und Handelsstrukturen in ausgewählten Märkten, Quelle: BVE
Das BMELV zieht eine positive Bilanz für die deutsche Exportwirtschaft bei Agrar- und Ernährungsgütern. So ist der Außenhandel im ersten Quartal 2011 mit zweistelligen Raten gewachsen. Importe und Exporte stiegen um jeweils 12,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Importe im Wert von 15,9 Milliarden Euro standen Exporte von 13,4 Milliarden Euro gegenüber. Die Exporte in Drittländer stiegen im ersten Quartal um 27,5 Prozent. Russland war dabei - mit einem Wachstum von 40 Prozent im Jahresvergleich auf 472 Millionen Euro - der mit Abstand größte Drittlandsmarkt vor der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Hervorzuheben ist der Anstieg um 20 Prozent beim Export von Milch und Milcherzeugnissen auf fast zwei Milliarden Euro.
Neben dem Schwerpunktland China gab es Expertenforen zu Russland, der Türkei, Kanada und Marokko sowie zur Entwicklungszusammenarbeit, Quelle: BVE
Mit einer eigenständigen, sektorspezifischen Exportförderpolitik unterstützt das BMELV insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Das Exportförderprogramm des BMELV wurde neu ausgerichtet. Imagefördernde Maßnahmen für deutsche Produkte gehören ebenso ins Programm wie Markterkundungsreisen und Geschäftsreisen mit Importeurvermittlung in den Zielländern, Multiplikatorenreisen aus den Zielländern in die Bundesrepublik für ausländische Einkäufer, Maschinenvorführungen und Feldtage sowie ausländische Behördenvertreter. Diese Angebote vervollständigen die offiziellen Beteiligungen des BMELV an internationalen Fachmessen, die für die deutsche Wirtschaft wichtige und effiziente Marketinginstrumente darstellen. Darüber hinaus bietet der Außenwirtschaftstag eine einzigartige Plattform, um mit Verantwortlichen aus Wirtschaft, Politik und Außenwirtschaftsförderung zu diskutieren.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Veranstaltung, um mit Verantwortlichen aus Wirtschaft, Politik und Außenwirtschaftsförderung Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, Quelle: BVE
Weitere Angaben zum Exportjahr 2010 finden Sie in der Broschüre "Deutscher Außenhandel mit Agrar- und Ernährungsgütern 2010" sowie zu den Maßnahmen der Exportförderung in der ebenfalls neuen Broschüre "Programm des BMELV zur Förderung der Exportaktivitäten der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft" und im Internet unter www.agrarexportfoerderung.de.
Informationen zum bilateralen Kooperationsprogramm des BMELV gibt es unter www.bmelv-kooperationsprogramm.de

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