Äpfel aus Deutschland. Genau Dein Obst
Pressekonferenz der deutschen Apfelproduzenten im Rahmen der FRUIT LOGISTICA 2010
- Datum:
- 03.02.10
- Ort:
- Messe Berlin
- Redner:
- Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner
Es gilt das gesprochene Wort!
Anrede,
ich begrüße die Initiative der Wirtschaft, eine gemeinsame Kampagne für deutsche Äpfel auf den Weg zu bringen. Denn unsere Äpfel haben diese Aufmerksamkeit ganz klar verdient.
Die 17 Erzeugerorganisationen, die die Kampagne tragen, haben die Herausforderung angenommen. Sie nehmen die Absatzförderung für ihre Produkte selbst in die Hand. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg, damit Sie es schaffen, gemeinsam die Qualität und Vielfalt deutscher Äpfel noch mehr in den Fokus zu rücken.
Unterstützung deutscher Erzeuger
Kooperationen, wie sie die Erzeuger hier eingegangen sind, sind wichtig, um in den Zeiten der Globalisierung bestehen zu können.
Dabei werden deutsche Erzeuger von Obst und Gemüse im Rahmen der EU-Marktordnung für Obst und Gemüse unterstützt. Erzeuger, die sich zu Erzeugerorganisationen zusammenschließen, können eine Förderung erhalten. Dabei geht es um die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Erzeuger, aber auch um den Schutz der Umwelt bei der Obst- und Gemüseerzeugung.
Auch hier sind die deutschen Apfelerzeuger Vorreiter. Erzeugerorganisationen haben bei Äpfeln schon einen Marktanteil von 60 Prozent.
Gesunde Ernährung
Meine Damen und Herren, Obst und Gemüse gehören unverzichtbar zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung von Kindesbeinen an. Nicht umsonst sagt das englische Sprichwort: "An apple a day keeps the doctor away"
.
Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber es steckt schon ein wahrer Kern in dieser Redensart. Der Apfel ist das beliebteste Obst der Deutschen. Und er steht uns das ganze Jahr über in vielen geschmacklich unterschiedlichen Sorten zur Verfügung. Äpfel enthalten jede Menge Vitamine und Spurenelemente, die die körpereigene Abwehr stärken und die Herzgesundheit fördern.
Dies gilt es im Bewusstsein der Öffentlichkeit noch stärker zu verankern. Unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat im Rahmen unseres Aktionsplans "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" ein Pilotprojekt zu Schulfrucht gezeigt, wie gut und gerne das Angebot von Obst und Gemüse von Schülerinnen und Schülern angenommen wird.
Das Schulobstprogramm der Europäischen Union unterstützt eine solche Verteilung und dies sollten wir nutzen. Sieben Bundesländer haben sich entschieden, das EU-Schulobstprogramm ab dem Schuljahr 2010/2011 durchzuführen, darunter die bevölkerungsreichsten Bundesländer. Das begrüße ich ausdrücklich und hoffe, dass auch die derzeit noch zögerlichen Länder in den kommenden Jahren in dieses Programm einsteigen werden.
Außerdem wird das BMELV im Rahmen einer breit angelegten bundesweiten Bildungsinitiative zu Verbraucherkompetenz gezielte Angebote für Ernährungsbildung im Unterricht erarbeiten. Denn gesundes Essen will gelernt sein!
Hier starten wir im Übrigen nicht bei Null. Im Rahmen von IN FORM bringen Landfrauen und "Klasse 2000 Gesundheitsförderer" den "aid-Ernährungsführerschein" in die Grundschulen. Inzwischen haben schon weit mehr als 50.000 Drittklässler erfolgreich den Ernährungsführerschein absolviert und dabei auch die Zubereitung und den Genuss von Obst und Gemüse gelernt und praktisch ausprobiert.
Vielfalt und Qualität deutscher Äpfel
Hohe Qualitäts- und Produktionsstandards machen Obst- und Gemüse "made in Germany" zu einer anerkannten Marke. Der gute Ruf ist eines ihrer besten Verkaufsargumente. Lebensmittelsicherheit ist dabei eine Daueraufgabe. Gerade Äpfeln aus deutschen Landen gelingt es, durch ihr hohes Niveau zu überzeugen.
Meine Damen und Herren, 2010 ist das Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt! "Vielfalt ist die beste Gärtnerin" und "Vielfalt in der Ernährung ist gesund" – diese Lebensweisheiten gelten insbesondere für unser heimisches Obst. Vielfalt im Anbau und Vielfalt in der Ernährung bedingen sich gegenseitig. So wird seit Jahrhunderten auf Obstwiesen und in Hausgärten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Obstarten und Sorten die Grundlage für eine ausgewogene und gesunde Ernährung produziert.
Die "Deutsche Genbank Obst", das dezentrale Genbanknetzwerk zum Erhalt obstgenetischer Vielfalt in Deutschland, will die Vielfalt alter und neuer Sorten für uns und unsere Nachkommen erhalten. Koordiniert wird das Netzwerk vom Julius Kühn-Institut (JKI).
Auch wenn heute nur wenige, ausgewählte Sorten den Sprung in die Supermärkte schaffen, bilden doch alle Sorten gemeinsam unsere Tradition und auch neue Möglichkeiten für die Zukunft. Die Genbank Obst bildet eine Grundlage für die Züchtung neuer Sorten, auf die auch zukünftige Generationen zurückgreifen können.
Exportförderung
Ich freue mich, dass die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse jetzt Mitglied der German Export Association for Food and Agri Products – kurz GEFA – geworden ist. Die Wirtschaft ist auf einem guten Weg zu einem gemeinsamen Dach für die Exportförderung der Agrar- und Ernährungsbranche.
Denn es ist wichtig, mit einer und mit starker Stimme im Ausland für die Produkte aus deutschen Landen zu sprechen. Auch das BMELV hat die Aktivitäten im Bereich der Exportförderung ausgeweitet.
Ich nenne nur:
- die Ausweitung des Messeprogramms,
- die Förderung von Marktstudien, Unternehmerreisen und Exportfachveranstaltungen,
- die Sicherung der CMA-Auslandskompetenz oder
- den geplanten Ausbau des Netzes der Agrarattachés an Deutschen Botschaften.
Ich wünsche der Kampagne viel Erfolg auf dem Inlandsmarkt und den Deutschen Erzeugern eine erfolgreiche Apfelsaison.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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