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Neubau des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (FLI)

Am 4. September 2009 fand das Richtfest für den Neubaukomplex mit 89 Laboren und 163 Stalleinheiten verschiedener Biosicherheitsstufen am Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems statt. Hier entsteht eines der weltweit modernsten Forschungsinstitute für Arbeiten auf dem Gebiet der infektionsbedingten Tierkrankheiten einschließlich Zoonosen.

Auf einer Fläche von rund 79.000 Quadratmetern werden 89 Labore und 163 Stalleinheiten gebaut, die neuesten und höchsten Technik- und Sicherheitsansprüchen genügen. In Zukunft verfügt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) damit über die Möglichkeit, am Nutztier auch mit Tierseuchenerregern der höchsten Biosicherheitsstufe 4 zu forschen. Dies ist weltweit bisher nur in zwei vergleichbaren Institutionen in Australien und Kanada möglich.

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Im Mittelpunkt der Arbeiten des FLI stehen die Gesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, das heißt vor von Tieren auf den Menschen übertragbaren Infektionen. Ziele sind die Entwicklung tierschutzgerechter Haltungssysteme, der Erhalt der genetischen Vielfalt bei Nutztieren, die effektive Verwendung von Futtermitteln für die Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel und anderer tierischer Leistungen, sowie der Schutz vor Krankheiten durch eine verbesserte Diagnose, Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen und Zoonosen.

Das Institut wirkt insbesondere bei der epidemiologischen Untersuchung beim Ausbruch von Tierseuchen mit. Vor allem in Krisenzeiten wie der BSE-Krise oder der Geflügelpest ("Vogelgrippe") hat das FLI verlässliche und kompetente Politikberatung betrieben. Das FLI beschäftigt sich verstärkt auch mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Tiergesundheit.

Die exzellente wissenschaftliche Expertise des Institutes findet wegen seiner herausragenden Aufgaben als nationales Referenzzentrum für bislang 44 Tierkrankheiten und Zoonosen nicht nur national große Anerkennung, sondern ist auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Eine Reihe internationaler Aufgaben, wie Tätigkeiten für die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) als "Collaborating Centre for Zoonoses in Europe", als OIE Referenzlaboratorium für verschiedene hochpathogene Tierseuchen, als Referenzzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Tollwut, belegen eindrucksvoll die Bedeutung des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit.

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